Bäderbilder / Bathroom pictures

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Im M-Haus gibt es 3 Bäder. Das KG-Duschbad, das EG-Gäste-WC sowie das OG-Familienbad. In dieser Reihenfolge sind auch die Fotos geordnet. Das KG-Duschbad ist sehr kompakt, mit Waschtisch, Viertelkreis-Dusche sowie WC. Hier wurde eine vergleichsweise preiswerte in 3 Graustufen und weiß gestaffelte Fliese gewählt, die ein sehr schönes, liegendes Format hat. Da dieses kleine Bad raumhoch gefliest ist, würde eine einzige Farbe sehr platt und steril wirken. Von Bordüren, die man nach 10 Jahren nicht mehr sehen kann, halte ich nicht viel. Die Graustaffelung bis auf Höhe der WC-Vorwand lockert auf und sieht sehr modern aus. Das Bad bleibt auch hell. Übrigens sind alle Objekte und Armaturen durchdacht aufeinander abgestimmt. Alle Formen sind rund. Die Viertelkreis-Duschtasse, das Waschbecken mit Ablage, das Flachspül-WC sowie die Armaturen. Flachspül-WC deshalb, weil jeder gelegentlich eine Stuhlprobe nehmen müssen wird. Ein WC ist deshalb sinnvollerweise ein Flachspül-WC. Die anderen WCs sind Teifspüler.

Im Gäste-WC darf man mutig sein. Hier hält man sich nicht lange auf. Die Rückwand mit den Installationsvorwänden wurde deshalb mit einem Glasmosaik aus rottönen belegt. Mit dem Deckenstrahler und später der Spiegelbeleuchtung werden die Glasmosaiken kräftig und warm glitzern. Sehr schön auch die Objekte. Das keine Handspülbecken hat eine besonders tiefe Schürze, so daß der Design-Siphon kaum zu sehen ist. Bei den kleinen Gäste-Waschbecken tritt der Siphon oft zu sehr in Erscheinung. Waschbecken und WC sind an der Front leicht geneigt; ebenso die Waschtischarmatur, die diese Formensprache aufnimmt.

Ein Architekt macht sich eben über so etwas und viele Dinge mehr Gedanken, die eine Qualität jenseits des Baumarktsortiments oder des üblichen Bauträgerhauses liefert. Dabei kann unser Büro beispielsweise genauso wie ein Bauträger auch schlüsselfertige zum Festpreis erstellte Häuser anbieten – allerdings deutlich durchdachter, individueller und auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten. Hierbei möchte ich noch eine Kritik aufnehmen: Mancher sagt, Architekten würden nur ihre eigenen Gestaltziele durchsetzen. Sicherlich gibt es Architekten, die das unverholen machen. Dieser Eindruck täuscht aber auch in vielen Fällen, weil ein guter Architekt sicherstellen will, daß ein gutes Gesamtergebnis zu stande kommt. Dazu muß der Fachmann den Laien leiten. Ein Architekt darf nicht als Erfüllungsgehilfe auftreten. Er muß seine fachliche Kompetenz einbringen – von Gesetzes wegen. Wir schulden keine Pläne etc. sondern ein vorschriften-, gegebenfalls auch gestaltungskonformes funktionierendes Werk. Also üblicherweise keine reine Dienstleistung sondern den Erfolg einer Werkleistung. Dies ist keine Einstellungssache, sondern so sind die Vorschriften für Architektenleistungen. Ein Architekt hat sich durch jahrelange Ausbildung und Praxis mit Form und Gestaltung sowie Organisation von Bauwerken beschäftigt; weiß was funktioniert und was nicht. Der Durchsetzung unsinniger Bauherrenwünsche – insbesondere im Technischen und Konstruktiven – muß ein Architekt von Gesetzes wegen Einhalt gebieten. Das wird natürlich als selbstherrlich empfunden, kann aber oft sachlich begründet sein. Was in 90% der Fälle ohne Architekten nicht klappt ist, daß ein harmonisches Ganzes entsteht. Mit Architekten kann man üblicherweise sicher sein, daß eben so ein harmonisches Ganzes entsteht. Man muß sich aber die Mühe machen, den richtigen Architekten zu finden, und diesem dann auch vertrauen. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Hat man sich diese Mühe gespart – was in 90% der Fälle so ist – hat man schnell das Gefühl, der Architekt macht nicht was man selber will; dabei hat man es versäumt, den passende Architekten zu suchen. Bei der Auswahl eines Friseurs wird meist mehr Sorgfalt aufgebracht. Sprechen Sie als Bauherr doch anfangs mit mehreren Architekten. Wählen Sie dann aus. Einfache Skizzen, Vorabinfos gehören zur Akquise und sind normalerweise kostenfrei. Lassen Sie sich von 1-3 Architekten beispielsweise gegen eine geringe Honorierung Vorentwürfe machen. Das ist gut angelegtes Geld, und 500-600 Euro sind an anderer Stelle bei einem guten Architekten schnell eingespart.

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Weiter im Text: Das Familenbad ist bewußt ruhiger gestaltet. Eine Duschniesche mit Glastür und Regenbrause, Wanne, WC sowie ein Waschtischträger mit 2 Aufsatzwaschbecken und Wandauslaufarmaturen werden durch einen Handtuchwärmer ergänzt. Der Spiegel wird ganz wichtig, fehlt aber noch. Er soll über die ganze Breite oberhalb des Fliesenspiegels. Das WC ist über eine kleine Vorwand optisch geschützt. Davor ist wiederum Platz für einen Sessel oder Regal. Der Waschtischräger hat ein Nußbaumdekor und nimmt den Parkettboden auf.

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