Luxuswohnungen Frankfurt

Leider bedeutet teuer nicht immer gleich gut oder individuell. Wir hatten kürzlich Konzepte entwickelt zum Umbau bzw. zur Individualanpassung von Eigentumswohnungen in Frankfurt/Europaviertel. Das erste Beispiel hier ist eine Wohnung in einen neu zu errichtenden Wohnhochhaus mit 112m² Fläche, davon ca. 14m² Balkon. Die Preise für solch eine Wohnung sind schon erstaunlich; man muß hier mit über 6000€/m² rechnen. Leider bedeutet auch dieser hohe Preis nicht immer einen hohen Gegenwert. Die Standardausstattung ist meist mittlerer Standard. Eine Individualanpassung für den Käufer – sollte es ein Selbstnutzer sein – ist meist erforderlich. Wir haben hier ein Konzept entwickelt, das bestehende Grundrißlayout zu verbessern und an die Bedürfnisse des Bauherrn anzupassen.

Pichura Consult Architekten - Whg. Tower Bestand1Die Wohnung hat zwei positive Aspekte: Sie hat Ecklage und einen tollen Ausblick auf Frankfurt und das Europaviertel, sogar mit einer Rundverglasung an der Außenecke. Weiterer Pluspunkt ist die zentrale quadratische Halle, die in die einzelnen Räume verteilt. Sie ist großzügig und unterscheidet sich von den beklemmend engen und dunklen Fluren der meisten Vergleichswohnungen.

Nicht gefallen konnte der doch sehr kleine Wohn-/Eß-/Kochbereich mit 29m². Das war den Bauherren zu klein. Zwar ist das ausreichend große Schlafzimmer schön, aber der Bauherr brauch ein Schlafzimmer lediglich zu schlafen, folglich kann es minimiert sein.

 

Pichura Consult Architekten - Umbauskizze Whg. Tower

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Wir haben nun folgende Änderungen vorgeschlagen:

  • Vergrößerung des Wohn-/Eß-/Kochbereichs um das Schlafzimmer
  • Küche mit Kochinsel und Bartresen
  • Eßbereich als zentraler Bereich
  • Großzügige transparente Doppelflügeltür in den Wohnbereich
  • Raumteiler zwischen Eß- und Wohnbereich
  • Verkleinerung des Bades um die Größe eines Hauswirtschaftsraumes; in der gänzlich offenen Küche ist dies wünschenswert: man kann mal schnell etwas in den HWR wegräumen
  • Verschiebung der Wand zum Wohnzimmer um ein nutzbares Schlafzimmer zu erreichen
  • Ein schöner Platz für das Steh-Z Stehpult vor der Regalwand mit schönem Blick nach außen wurde gefunden

 

Man sieht, daß die 100m² Wohnfläche an vielen Stellen etwas zwicken, aber ein guter Architekt findet auch hier eine schöne Lösung. Der Wohnbereich ist jetzt angemessen großzügig, die Verknüpfung zur Halle ebenso. Es ist ein Funktionsbereich (HWR) gewonnen worden.

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Rohbau im Split-Level

Eines unserer Projekte ist ein Split-Level Reihenhaus. Split-Level bedeutet, der Grundriß besteht aus Halbgeschoßen. Eine Geschoßebene geht nicht über die gesamt Grundfläche, sondern ein Teil ist üblicherweise um die halbe Geschoßhöhe versetzt. Diese Bauform war in den 70er-Jahren beliebt. Angewandt wir diese Bauweise bei einem geringen Geländeversprung, wenn z.B. der Garten um 1-1,5m tiefer liegt. Bei unserem Bauvorhaben war die Bauform vorgeschieben. Entgegen der Meinung vieler finde ich diese Bauweise durchaus attraktiv. Gerade kleine Grundflächen können großzügiger wirken im Split-Level-System. Zugegebenermaßen läuft man öfter Treppe, insgesamt aber haben diese Häuser nicht eine Stufe mehr Treppe als ein konventionelles Haus. Behindertengerecht ist anders, aber vielleicht als Prävention für die Gesunden ideal. Irgendwo habe ich gelesen, wer jeden Tag 8 Treppen auf- und abläuft hat schon eine Bewegungsminimum erreicht. Bekanntlich stärkt jeden Treppe Herz und Kreislauf.

Von Vorteil ist aber, in unserem Grundriß kann man über eine halbe Treppe, also ca. 7 Steigungen Eingang, Küche-Essen sowie Bad und Schlafzimmer erreichen. Wer also krank ist muß für den täglichen Betrieb gerade mal ein halbes Geschoß überwinden und steckt nicht im OG fest. Alles hat – zum Glück – seine zwei Seiten.

Probleme wirft diese Bauweise auf, wenn der Geschoßsprung in einer Fassade sich darstellt. Üblicherweise aber findet der Sprung in der Tiefe des Gebäudes statt. Bei unserem Reihenmittelhausprojekt verschwindet der Sprung in der Haustrennwand.

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Doppelregenbogen

Kann mich nicht erinnern, schon einmal einen Doppelregenbogen gesehen zu haben. Und Ihr?

PichuraConsult - Doppelregenbogen

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Vorschau auf Kommendes…

PichuraConsult - ES Haus

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Fluchttreppe

PichuraConsult - Gitter

Für einen Kinderkrippenumbau den wir betreuen, hat die Feuerwehr bzw. die Bauaufsichtsbehörde die Notwendigkeit einer Fluchttreppe aus dem OG geltend gemacht. (more…)

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Fenster & Türen

PichuraConsult - Fensterbauschrauben

Fensterbaumaterial: Fensterbauschrauben, Unterlegkeile  in verscheidenen Dicken farblich differenziert, Quell-/Dichtbänder, EPDF-Abdichtstreifen, etc.: das ist was der Fensterbauer braucht. Neben den Rahmen und Gläsern natürlich. Abdeckkappen – die so leicht verloren oder vergessen werden – sieht man auch oben in der Kiste. (more…)

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Ein neuer Baubeginn

PichuraConsult - Baustellenschild

Ein weiteres Projekt hat die Plaungsphase verlassen, und der Baubeginn ist erfolgt.

Die Hinweisschilder gehören nunmal dazu, der Rote Punkt ist zwingend. Nach dem Punkt kam der Bagger. Noch sehr neu, sehr praktisches Format, wie der Erdbauer versichert. Angenehm ist der geringe Lärm des neuen Baggers; die Nachbarn freuen sich. Lasergesteuert, so werden Baugruben mittlerweile ausgehoben. Am Baggerlöffel ist eine Stange befestigt, daran eine Lesersender. Der Kollege steht mit einer höhenverstellbaren Senderstange daneben und bestimmt die Höhe. Je nach piepsen, weiß der Baggerfahrer, daß er die richtige Höhe trifft. Im weiteren Foto sieht man die zwei Ebenen der Baugrube. Dieses Projekt, was intern die Bezeichnung S-Haus trägt, ist ein Split-Level-Reihenmittelhaus. Split-Level, also mit halbversetzten Ebenen. Dazu später mehr.

Nach dem Bagger kommen die Baustoffe: Stahlbügel, Mattenstahl, Dämmung,… Das Rohbauunternehmen bringt zuerst die Magerbetonschicht ein, schalt die Bodenplatte, schneidet die 14cm XPS WLG 0,35-Dämmung zu, darauf eine Trennfolie, danach die Kunststoff-Abstandshalter sowie zu guter letzt, die Bewehrung. Die Kunststoff Abstandshalter müssen sein, um die notwenige Betonüberdeckung der Bewährungseisen zu gewährleisten. Ansonsten würden die Eisen korrodieren, der Beton abplatzen und die Druckfestigkeit des Betons leiden. Ich möchte noch die obigen Abkürzungen allgemeinverständlich auflösen: XPS bedeutet extrudierter Polystyrol-Hartschaum. XPS ist feinporig, im Gegensatz zum EPS oder Styropor, der grobporig ist. XPS ist druckfest und wird auch als Perimeterdämmung bezeichnet. WLG bedeutet Wärmeleitgruppe. Je kleiner die Zahl, desto besser die Dämmwirkung.

PichuraConsult - Neuer BaggerPichuraConsult - Baugrube LaserPichuraConsult - Splitlevel BaugrubePichuraConsult - BügelPichuraConsult - StahlmattenPichuraConsult - 14cm DämmungPichuraConsult - MagerbetonPichuraConsult - AbstandhalterPichuraConsult - Stahlbeton Aufkantung

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Dacharbeiten

PichuraConsult-Dachdetail1PichuraConsult-Dachdetail2PichuraConsult-Verknüpfung Neu-AltPichura Consult-DachanschlussPichuraConsult-DachflächePichuraConsult-Wand-Dach

Die Dacharbeiten für ES-Haus können jetzt bebildert nachgereicht werden. Im letzten Beitrag war die Aufkantung am Dachrand ja schon beschrieben. Im ersten Foto sieht man nun, wie die weiteren Details anschließen, beispielhaft an einer Gebäudeecke. Außerhalb der zurückversetzten Aufkantung sind die Traufbleche montiert und an den Ecken verlötet. Auf die Aufkantung wurden die Rinnenhalter befestigt. Im zweiten Foto sieht man die Situation mit einer ersten Dachbahnschicht, sowie der Kasten-Regenrinne. In die Regenrinne führt ein Rinneneinlaufblech (hier durch die Dachbahn nicht zu sehen). Das nächste Foto zeigt die Übergangssituation zwischen Neu- und Altbaudach. Hier wurde die Decke zimmermannsmäßig hergestell. Im folgenden Foto ist die Dachfläche schon abgedichtet. Hier kann eigentlich niemehr etwas passieren, trotz Flachdach. Sollte die Folie beschädigt werden, gibt es eine zweite Abdichtungsebene. Die Rohdecke ist zudem völlig geschlossen, ohne Durchdringung. Sollte die Rinne versagen – verstopft etc. – würde Regen über das Traufblech einfach die Fassade herabtropfen. Der Abstand zum Außenputz ist ausreichend groß – siehe letztes Foto – so daß die Fassade maximal geschützt ist.

Ich freue mich jedesmal über das Dach, wenn ich die Fotos sehe, weil die einfache, klare und verläßliche Konstruktion so wunderbar funktioniert. Das Ziel von uns Architekte, eine kubische (würfelförmige) klare Form zu haben, die an allen Seiten gleich wirkt, haben wir umgesetzt. Und das ohne Flachdachproblematik. Die Blechtraufe ist von unten optisch nicht wirklich dicker oder auffälliger als bei einer Attikakonstruktion (die so viel Probleme schafft). Die architektonischen und konstruktiven Ziele sind beide voll erreicht.

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Rohbaufertigstellung und Installationsarbeiten

PichuraConsult - fertiger Rohbau

Für unser Projekt ES-Haus finde ich endlich die Zeit, weitere Fotos einzustellen. Der Rohbau ist fertig, wie im Bild oben zu sehen. Das Fassadengerüst steht für Dach-, Fenster- und Putzarbeiten. Gut sieht man den alten Eingang links, sowie den neuen, großzügigeren in der Schnittstelle des Neubaus zum Altbau. An dieser Stelle lassen sich die beiden Baukörper am besten erschließen und die Verteilung in die Hausbereiche hat die kürzesten Wege. Schön ist die breite Zugangstreppe und die Durchsicht in den Garten zu erkennen. Die alte Haustür wird später verschlossen und die kleine Treppe davor abgebaut.

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Mauerarbeiten

Es ist an der Zeit den Baustellenfortschritt nachzutragen. Natürlich ist in den letzten Wochen viel passiert und man kommt mit den Blog-Einträgen nicht hinterher.

Pichura Consult - Dämmziegel

Im Foto oben die verwendeten Dämmziegel.  Leider etwas teuerer als Porenbetonsteine aber auch etwas tragfähiger bei gleicher Dämmleistung sowie – bin mir nicht ganz sicher – auch etwas höherer Wärmespeicherkapazität. In unserem Fall mit Mineralwolle gefüllt, welche man tunlichst vor Regen schützen muß. Einmal ordentlich vollgesogen dauert das austrocknen des Rohbaus sehr lange und die Schimmelgefahr droht.

Pichura Consult - Stahlträger

Hier ein Foto des Wohnbereichs. In der Mitte des Fotos ein Stahlträger, welcher eine tragende Wand im OG abfängt und von der – im Bild rechts – geschalten Stütze zur Außenwand spannt. In den Träger sind kleine Löcher gebohrt, um Bewehrungseisen durchstecken zu können. Der Träger verschwindet natürlich vollkommen in der Decke, ist also ‚deckengleich‘.

Pichura Consult - Gartenseite

Oben die Gartenseite  mit einer größeren und einer kleineren Fenstertür. Links zweiflüglig, rechts einflüglig. Unten die Eingangsseite. Die stehenden Fensterformate sind bis auf das Badezimmerfenster mit Fensterbrüstung überall im Anbau zu finden. Der zurückgesetzte Bereich, der an das Bestandsgebäude anschließt, wird der neue Zugang – mit direktem Durchblick in den Garten. Dadurch wird trotz begrenzter Fläche ein sehr großzügiger Eindruck entstehen. Das schmale Fenster im Vordergrund dient der belichtung des Treppenhauses und setzt sich im OG fort. Das wird später tolle Ausblicke zur Zufahrt geben.

Pichura Consult - Zugangsseite

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