Ein neuer Baubeginn

PichuraConsult - Baustellenschild

Ein weiteres Projekt hat die Plaungsphase verlassen, und der Baubeginn ist erfolgt.

Die Hinweisschilder gehören nunmal dazu, der Rote Punkt ist zwingend. Nach dem Punkt kam der Bagger. Noch sehr neu, sehr praktisches Format, wie der Erdbauer versichert. Angenehm ist der geringe Lärm des neuen Baggers; die Nachbarn freuen sich. Lasergesteuert, so werden Baugruben mittlerweile ausgehoben. Am Baggerlöffel ist eine Stange befestigt, daran eine Lesersender. Der Kollege steht mit einer höhenverstellbaren Senderstange daneben und bestimmt die Höhe. Je nach piepsen, weiß der Baggerfahrer, daß er die richtige Höhe trifft. Im weiteren Foto sieht man die zwei Ebenen der Baugrube. Dieses Projekt, was intern die Bezeichnung S-Haus trägt, ist ein Split-Level-Reihenmittelhaus. Split-Level, also mit halbversetzten Ebenen. Dazu später mehr.

Nach dem Bagger kommen die Baustoffe: Stahlbügel, Mattenstahl, Dämmung,… Das Rohbauunternehmen bringt zuerst die Magerbetonschicht ein, schalt die Bodenplatte, schneidet die 14cm XPS WLG 0,35-Dämmung zu, darauf eine Trennfolie, danach die Kunststoff-Abstandshalter sowie zu guter letzt, die Bewehrung. Die Kunststoff Abstandshalter müssen sein, um die notwenige Betonüberdeckung der Bewährungseisen zu gewährleisten. Ansonsten würden die Eisen korrodieren, der Beton abplatzen und die Druckfestigkeit des Betons leiden. Ich möchte noch die obigen Abkürzungen allgemeinverständlich auflösen: XPS bedeutet extrudierter Polystyrol-Hartschaum. XPS ist feinporig, im Gegensatz zum EPS oder Styropor, der grobporig ist. XPS ist druckfest und wird auch als Perimeterdämmung bezeichnet. WLG bedeutet Wärmeleitgruppe. Je kleiner die Zahl, desto besser die Dämmwirkung.

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Dacharbeiten

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Die Dacharbeiten für ES-Haus können jetzt bebildert nachgereicht werden. Im letzten Beitrag war die Aufkantung am Dachrand ja schon beschrieben. Im ersten Foto sieht man nun, wie die weiteren Details anschließen, beispielhaft an einer Gebäudeecke. Außerhalb der zurückversetzten Aufkantung sind die Traufbleche montiert und an den Ecken verlötet. Auf die Aufkantung wurden die Rinnenhalter befestigt. Im zweiten Foto sieht man die Situation mit einer ersten Dachbahnschicht, sowie der Kasten-Regenrinne. In die Regenrinne führt ein Rinneneinlaufblech (hier durch die Dachbahn nicht zu sehen). Das nächste Foto zeigt die Übergangssituation zwischen Neu- und Altbaudach. Hier wurde die Decke zimmermannsmäßig hergestell. Im folgenden Foto ist die Dachfläche schon abgedichtet. Hier kann eigentlich niemehr etwas passieren, trotz Flachdach. Sollte die Folie beschädigt werden, gibt es eine zweite Abdichtungsebene. Die Rohdecke ist zudem völlig geschlossen, ohne Durchdringung. Sollte die Rinne versagen – verstopft etc. – würde Regen über das Traufblech einfach die Fassade herabtropfen. Der Abstand zum Außenputz ist ausreichend groß – siehe letztes Foto – so daß die Fassade maximal geschützt ist.

Ich freue mich jedesmal über das Dach, wenn ich die Fotos sehe, weil die einfache, klare und verläßliche Konstruktion so wunderbar funktioniert. Das Ziel von uns Architekte, eine kubische (würfelförmige) klare Form zu haben, die an allen Seiten gleich wirkt, haben wir umgesetzt. Und das ohne Flachdachproblematik. Die Blechtraufe ist von unten optisch nicht wirklich dicker oder auffälliger als bei einer Attikakonstruktion (die so viel Probleme schafft). Die architektonischen und konstruktiven Ziele sind beide voll erreicht.

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